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Ma Petit – Mon Choux

Ein Fotoroman.


„Ma Petit" rief ich als sie mir am Bahnsteig entgegen kam. „Mon Choux" rief sie zurück. Sekunden später berührten sich unsere Zungen.

„Im SAMARETINE kann man auch Hunde kaufen" sagte sie, mit Blick auf den Gorilla über dem Eingang. Wir gingen hinein, kauften uns zwei Croissants, und steckten uns vor einem Spiegel stehend gegenseitig die weichen Teigstücke in den Mund.

Wir fuhren die Rolltreppe des Centre Pompidou hoch. Plötzlich griff sie mir auf den Schwanz und sagte: „Das greift sich so gut an" Neben uns versanken die Häuser.

Von oben schauten wir in die Halle der dritten Etage. Sie lehnte sich gegen mich und sagte: „Du mußt mich halten - hier ist es wie im Meer" Ich schob ihr meine Hände unter die Achseln und umfasste ihre Brüste.

In der Bibliothek des Institute du Monde Arab rief ich sie zu mir her und zeigte auf den Computerbildschirm „Le Palmerei de Figuig 3151 (610) BON" las sie, während sie sich langsam auf meine Schenkel setzte.

Von einer Brücke über die Seine richtete ich meine Kamera auf ein Touristenboot. „Fotografieren ist Schießen" sagte sie, und biß mich ins Genick. Ich drückte zweimal ab.

„Regardez" rief sie im Jardin de Plantes, mit dem Körper gegen den Zaun gepresst, und zeigte auf eine wild wuchernde Pflanze. Ich beugte mich vor, und schlug mir die Zähne am Eisen an.

Es war schwül und in der silbernen Kuppel des Cineplex von LA VILETTE spiegelten sich Gewittewolken. „Et apres?" fragte sie mich lächelnd, bevor wir hineingingen und uns EN DIRECT DEL ESPACE anschauten.