INSTALLATIONEN
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ADRIA l i f e
Eine Videoinstallation im Rahmen von schräg.SPUREN, Tage zeitgenössischer Videokunst in Klagenfurt, veranstaltet von UNIKUM und der Kulturabteilung der Stadt Klagenfurt.
16 Kanal Videoinstallation, Hauptbahnhof Klagenfurt, 31.5 -8.6.1996

An example:
If you are coming to a beach o­n the sea, you have four principle possibilities to act:
1. You can act like a man by thinking about ebb and flood.
2. You can act like a woman by watching the game of the waves.
3. You can act like a little boy by collecting shells.
4. You can act like a little girl by feeling yourself as part of the beach.
Harley Swift Deer, The four shields of human beeings

Die Videoinstallation ADRIALIFE ist Teil einer langfristigen filmkünstlerischen Forschung über das Hobby und Amateurfilmschaffen der fünfziger und sechziger Jahre, am Beispiel der Urlaubsfilme von der ADRIA. Dabei wurden die Originalfilme nach vorher festgelegten Schwerpunkten und Ordnungsprinzipien analysiert, zerteilt und neu montiert (ADRIA-16mm/farbe,s/w, 35min, 1991).

Für ADRIALIFE wurde aus dem Gesamtmaterial von 6 Stunden nach den oben genannten Prinzipien der four shields of human beeings 16 charakteristische Szenen ausgewählt, und zwar je 4 für jede der 4 Positionen, entsprechend dem Mädchen, dem Buben, der Frau und dem Mann im Mädchen, u.s.w. bis zum Mann im Mann.

Jeder Position entspricht eine Himmelsrichtung:
dem Mädchen der Osten
der Frau der Westen
dem Buben der Süden
dem Mann der Norden.

Jeder Position sind 4 Begriffe zugeordnet:
dem Osten illumination and enlightenment / knowledge / fire / spirituality,
dem Westen introspection and intuition / instincts / earth / magic,
dem Süden trust and innocence / music / emotions / water,
dem Norden wisdome and logic / science / mental / air.

Jeder Position ist eine Farbe zugeordnet:
dem Osten gelb
dem Westen schwarz
dem Süden rot
dem Norden weiß.

Jeder Position sind vier Klänge zugeordnet:
beginnend im Osten des Ostens und endend im Norden des Nordens ergeben sie die Obertonreihe.

Die Filmsequenzen sind als Endlosschleifen montiert, nach jedem achten Durchgang ertönt der entsprechende zugeordnete Klang, dazu erscheint am Monitor der zugeordnete Begriff auf dem entsprechenden Farbhintergrund.

Da die Filmsequenzen unterschiedliche Längen haben, sind die Konstellationen zueinander, zu den Begriffen und den Klängen nie gleich.